Ratgeber
Non-Prep Veneers oder klassische Veneers — der Unterschied
Ein Vergleich der beiden Verfahren aus Patientensicht. Was bedeutet Non-Prep? Wann ist welche Technik die richtige Wahl?
Der Begriff “Veneer” umfasst heute zwei grundsätzlich unterschiedliche Verfahren. Wer sich informiert, stößt oft zuerst auf die klassische Technik — und fragt sich dann, was Non-Prep eigentlich konkret bedeutet.
Was passiert beim klassischen Veneer?
Bei der klassischen Präparation wird die Schmelzoberfläche des Zahnes um 0,3 bis 0,7 Millimeter abgeschliffen. Dadurch entsteht Platz für die Keramikschale, und die Zahnform lässt sich auch bei größeren Korrekturen harmonisch neu gestalten. Der Preis: Die gesunde Zahnsubstanz, die einmal abgetragen ist, kommt nicht zurück.
Was ändert sich beim Non-Prep Veneer?
Non-Prep bedeutet wörtlich: keine Präparation. Die Zahnoberfläche wird nicht beschliffen. Hauchdünne Keramikschalen — 0,2 bis 0,3 Millimeter — werden adhäsiv direkt auf den gesunden Zahn geklebt. Voraussetzung ist, dass die Ausgangssituation der Zähne die gewünschte Form ermöglicht, ohne Substanz wegnehmen zu müssen.
Wann ist welches Verfahren richtig?
Non-Prep eignet sich besonders bei:
- Leichten bis mittleren Verfärbungen
- Kleineren Formkorrekturen
- Jungen Patientinnen und Patienten, bei denen der Substanzerhalt langfristig entscheidend ist
- Situationen, in denen die Zähne eher zurück als nach vorne verlagert sind
Die klassische Technik kommt weiterhin zum Einsatz, wenn die Zähne bereits stark nach vorne stehen oder die Form substanziell verändert werden muss.
Unser Ansatz
In unserer Ordination ist Non-Prep die Regel, nicht die Ausnahme. Das Verfahren wird in über 80 Prozent unserer Fälle angewandt. Wo es nicht möglich ist, beraten wir transparent — und entscheiden gemeinsam mit Ihnen, welcher Weg zu Ihrem Ergebnis passt.